VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN MENSCHEN BESCHÜTZEN GEFAHREN ABWEHREN

GEWALT GEGEN RETTER – WAS TUN?

“Gaffen geht gar nicht“ heißt die jüngste Aktion des Bayerischen Rundfunks gemeinsam mit dem ADAC, der Deutschen Polizeigewerkschaft Bayern und den bayerischen Feuerwehren.

Damit soll auf das inzwischen leider weit verbreitete Phänomen aufmerksam gemacht werden, dass Schaulustige Rettungsarbeiten beobachten, fotografieren oder sogar behindern. Wir wissen aus unseren eigenen Gesprächen mit Einsatzkräften, dass es darüber hinaus manchmal sogar zu Drohungen oder Handgreiflichkeiten gegen die Retter kommt.

Gewalt gegen Retter – wer tut so etwas und wie kann man die Retter dagegen schützen?“ haben wir uns gefragt. Schließlich sind wir eine Sicherheitsfirma und wir überlegten, was wir im Rahmen unserer Möglichkeiten tun können. Daraus hat unser Firmeninhaber Stefan Krischik die Idee geboren, den Mitarbeitern von Rettungsdiensten und Feuerwehren im Rahmen einer kleinen Deeskalations- und Abwehrschulung zu zeigen, wie man mit kritischen Situationen umgehen kann. Selbstverständlich ist so eine Schulung für die teilnehmenden Organisationen kostenlos und völlig unverbindlich.

Im Rahmen eines solchen Präventivtrainings schulten wir vor wenigen Tagen die ehrenamtlichen Helfer der Malteser Niederaichbach und zeigten, wie man deeskalierend mit Aggression durch Dritte umgehen kann. Für den Fall, dass in letzter Instanz die Abwehr eines körperlichen Kontaktes oder gar eines Angriffs erforderlich werden sollte, zeigte unser Ausbilder Sascha Raddatz einfache und gut zu merkende Bewegungen und Handgriffe, um einen Angreifer einfach und effizient abzuwehren. Er versäumte dabei auch nicht, noch einmal auf den zu Verfügung stehenden rechtlichen Rahmen und die sogenannten Jedermannsrechte einzugehen.

Klingt paradox, doch Retter machen sich nicht nur Freunde. Ob sie zu Verletzten oder Betrunkenen gerufen werden, oft erleben sie Menschen, die in Ausnahmesituationen mit Frust und Kontrollverlust reagieren. Dabei ergeben sich aus Befragungen statistische Auffälligkeiten. Die Täter sind meist männlich und unter 30 Jahre alt. Körperliche Gewalt geht in drei Viertel der Fälle von Patienten selbst aus (Angehörige und Freunde: 12 %, Unbeteiligte: 9 %), oft sind dabei Alkohol und Drogen im Spiel – so eine Studie der Universität Bochum.

Gewaltprävention und damit einhergehend das Erlernen der Bewältigung bestimmter Konfliktsituationen sind für das Einsatzgeschehen unerlässlich“ so Markus Pietschmann, Fachkraft für Arbeitssicherheit im Unternehmen gss und selbst Kommandant einer freiwilligen Feuerwehr. Die Teilnehmer bei den Maltesern in Niederaichbach jedenfalls fanden die Veranstaltung interessant und hilfreich und fragten bereits nach der Möglichkeit einer Fortsetzung. Uns hat es ebenfalls Spaß gemacht und wir wollen deshalb auch weitere Präventivkurse durchführen. Den nächsten Termin gibt es bereits: in einer Woche bei einer Rotkreuz-Gliederung im Allgäu.

Interesse? Dann schreiben Sie uns doch eine Nachricht: praevention@gss-group.eu

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